Österreich wurde bekanntlich 1938 dem Deutschen Reich eingegliedert, daher änderte sich auch für die Feuerwehren im Lande so manches. Generell wurden die Feuerwehrverbände in die Deutsche Feuerschutzpolizei aufgenommen. Damit bekamen auch die Kameraden der FF Krumpendorf neue und der Zeit angepasste Uniformen, allerdings nur 22 Mann.

Es standen auch immer weniger finanzielle Mittel zur Verfügung. So konnte das Gerätehaus nicht umfassend renoviert werden, es musste ein neuer Anstrich genügen. Immer mehr Kameraden wurden zum Heer eingezogen und so entstand aufgrund dringenden Bedarfes eine Jugend-(HJ) Feuerwehr. Die jungen Burschen bewährten sich schon bald auch bei den Feuerwehr-Wettbewerben und wurden u.a. 1943 Gausieger.

Gegen Ende des Krieges nahmen auch die Bombenangriffe auf Kärnten immer mehr zu. Mehrmals rückte die Feuerwehr Krumpendorf nach Klagenfurt aus, um bei Lösch- und Aufräumungsarbeiten helfen zu können. Es erfolgte in der Zeit auch eine Aufnahme der Handwerker bei der Feuerwehr, damit diese vor Ort bei Aufbauarbeiten mitarbeiten konnten. Kurz vor Kriegsende gründete man mangels qualifizierter Feuerwehrmänner noch einen Volkssturm-Feuerlöschdienst, der in Krumpendorf aber nicht mehr zum Einsatz kam.

Nachdem das 1000-jährige Reich nach wenigen Jahren vorüber war, kam die Zeit der englischen Besatzung, die für die Feuerwehr auch nicht ereignislos blieb: Viele Gerätschaften der FF Krumpendorf und der Außenstelle Gurlitsch „verschwanden“, auch die traditionelle Fahne der Feuerwehr fand einen Liebhaber. Insgesamt gibt es aus den Kriegsjahren in der Chronik wenig Aufzeichnungen, vermutlich hatte der Chronist andere Dinge zu erledigen.

Dennoch steckten die Krumpendorfer Feuerwehrleute ihren Kopf nicht in den Sand: Bereits Ende 1945 gab es im Hotel Koch einen Silvesterabend, um die Stimmung in der Kameradschaft wieder zu heben. Viele Kameraden waren ja nicht mehr heimgekehrt, der Aufbau des Landes belastete alle und so herrschte wenig positive Stimmung.

Doch die Kameraden fanden wieder zusammen, es gab in den Folgejahren wieder viele Veranstaltungen wie Feuerwehrbälle, Silvesterfeiern und auch Ausflüge. Besonders nach 1950 ging es dann spürbar aufwärts, finanzielle Mittel standen wieder zur Verfügung, auch die Bevölkerung konnte wieder ein paar Schillinge der Feuerwehr spenden.

Ganz besonders konnte sich die Feuerwehr Krumpendorf dann 1951 über die Anschaffung eines Fahrzeuges freuen: Ein OpelBlitz mit 1400 Liter Wassertank, Allrad, Vorbaupumpe und rückwärts einer Gas-Strahlpumpe Rosenbauer R80 war ab nun der ganze Stolz der Kameraden. Das Fahrzeug kam auch bald zum Einsatz, gab es doch in dieser Zeit recht viele Brände und anderweitige Einsätze zu bewältigen. Mit dem Erlös von Bällen und Sommerfesten trugen auch die Feuerwehrkameraden wesentlich zur Anschaffung dieses Fahrzeuges bei.