Funk- und Atemschutzübung des Abschnittes Wörthersee

Am Mittwoch, 19.4. wurden die FF Töschling, FF Krumpendorf, FF Techelsberg und FF Pritschitz zur Funk- und Atemschutzübung Teil 2 im Abschnitt Wörthersee alamiert. Übungsannahme war Brand der Diskothek „Fabrik“ in Saag mit mehreren eingeschlossenen Personen.

Mit mehreren Atemschutztrupps wurde der verwinkelte Gebäudekomplex durchsucht und die vermissten Personen konnten geborgen werden. Die Wasserversorgung wurde vom Wörthersee aus über das alte Bachbett unter der Bahntrasse und dem neuen Radweg bereitgestellt.

Übungsleiter und Kommandant der FF Töschling, OBI Wolfgang Wanker lobte: „Die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren erfolgte reibungslos. Die Funkdisziplin wurde eingehalten und die Trupps leisteten gute Arbeit- die Wasserversorgung aus dem See sowie die Vermissten Suche erfolgten rasch und problemlos.“

Der Abend wurde bei einem kleinen Imbiss der FF Töschling und interessanten Gesprächen erfolgreich abgeschlossen.

 

31.10.2016 – III.KAT-Zug-Übung „Ruševina Gorenjska 2016“

Slowenien, Krain: Die Region Oberkrain (Expositur der Verwaltung der Republik Sloweniens für Schutz und Rettung Krain – Zivilschutzverband der Region Krain) bereitete eine 24 Stunden Übung „Ruševina Gorenjska 2016“ mit der Annahme vor, dass ein schweres Erdbeben der Stärke 8, gemäß der europäischen Erdbebenkennung (EMS), die Stadt Krain und die neun umliegenden Gemeinden schwer erschüttert hat.

Um 18:27 Uhr gelangt ein Anruf des Zivilschutzverbandes Sloweniens an die Landesalarm- und Warnzentrale in Klagenfurt mit dem Ersuchen um Feuerwehrhilfskräfte, ein schweres Erdbeben der Stärke 8 hat sich in der Region Oberkrain ereignet. Dieses Ansuchen wurde umgehend an den Katastrophenschutzbereitschaftsdienst des Landes Kärnten weitergeleitet. Dieser kontaktierte Herrn Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, der in Abstimmung mit dem Herrn Landesfeuerwehrkommandant LBD Josef Meschik den Einsatz des KAT-Zuges III umgehend genehmigte. Daraufhin erfolgte die Alarmierung des KAT-Zuges III mit der geplanten Abfahrtsbereitschaft um 20:00 Uhr.

Die einzige Information, die der Zugskommandant vom KAT-Zug III, Herr OBR Gerfried Bürger erhielt war, dass sich ein schweres Erdbeben der Stärke 8 in der Region Oberkrain ereignete. Davon waren neun Gemeinden schwer betroffen und die gegenwärtige Schadenslage völlig unklar. Die einzige nähere Information war der „Point of Connect“ um ca. 22:00 Uhr am Südportal des Loibltunnels. Der Konvoi des KAT-Zuges III mit 18 Feuerwehrfahrzeugen und 70 Feuerwehrkräften, dem Bezirkshauptmann von Klagenfurt Land Mag. Johannes Leitner MBA und dem Katastrophenschutzbeauftragten des Landes Kärnten RR Markus Hudobnik, startete gegen 20:30 Uhr in Richtung Loiblpass.

Der „Point of Connect“ wurde um 21:30 Uhr am Südportal des Loibltunnels erreicht, wo die Registrierung der Mannschaft und Gerätschaft erfolgte. Der Zivilschutzverband von Krain eskortierte den Konvoi bis zur Basisstation am Gelände der Berufsfeuerwehr in Krain. Nach einer weiteren Registrierung im Basislager der Berufsfeuerwehr wurde mit dem Aufbau der Zelte und die Errichtung der Einsatzleitstelle begonnen. Fast zeitgleich gab es den ersten Einsatzbefehl für den KAT-Zug III, der in zwei Einsatzeinheiten, Halbzüge, aufteilt wurde.

Nachtübungen:
Die Alarmierung des ersten Halbzuges erfolgte um 23:00 Uhr. In der Gemeinde Jezersko sind mehrere Personen in einem einsturzgefährdeten Einfamilienhaus eingeschlossen, zusätzlich wird das Ausströmen von Gas vermutet. Mit schwerem Atemschutz durchsuchten die Einsatzkräfte aus Kärnten und Slowenien das Gebäude nach verletzten Personen. Zusätzlich musste das einsturzgefährdete Gebäude mittels Holzpölzung gesichert werden. Insgesamt konnten sieben vermisste Personen gefunden, geborgen und zur weiteren ärztlichen Versorgung übergeben werden. Das vermutete ausströmen von Gas stellte sich glücklicherweise als Falschmeldung heraus. Der Halbzug rückte gegen 05:00 Uhr wieder in das Basislager ein.

Der zweite Halbzug wurde gegen 23:45 Uhr in das Dorf Britof zu einem ehemaligen Betriebsgelände einer Speiseölfabrik alarmiert. Sechs Personen waren in den Gebäuden des Betriebsgeländes als vermisst gemeldet. Das betroffene Gebäude musste zuerst von Holz und Trümmern befreit werden, um sich einen Zugang zu den verschütteten Personen zu verschaffen. Auf Grund des schweren Erdbebens waren alle Sanitätskräfte im Einsatz, somit stand keine medizinische Unterstützung für den Halbzug zur Verfügung. Bedingt durch die Witterungseinflüsse musste ein zusätzliches Zelt für die Erste Hilfe Versorgung der verletzten Personen errichtet werden. Die Abarbeitung des Übungszsenarios dauerte bis 03:30 Uhr, danach verlegte der Halbzug wieder in das Basislager zurück.

Übungen bei Tageslicht:
Nach einer kurzen Ruhephase mit Verpflegung wartete man am Vormittag auf den nächsten Einsatzbefehl, der gegen 09:00 Uhr in der Einsatzleitstelle eintraf. Der erste Halbzug musste gegen 09:00 Uhr in die Gemeinde Železniki ausrücken, während der zweite Halbzug begonnen hatte, das Feldlager wieder abzubauen. Um 09:30 Uhr erfolgte eine weitere Alarmierung für den zweiten Halbzug in der Gemeinde Bled.

In der Gemeinde Železniki eingelangt, musste der erste Halbzug in einem einsturzgefährdeten Haus in dem vier verschüttete Personen vermutet wurden, suchen. Die Vermissten waren schnell gefunden, eine medizinische Beurteilung des Gesundheitszustandes erfolgte noch im Gebäude. Zwei Personen wurden für tot erklärt, zwei waren schwer verletzt. Die Bergung einer Person konnte nur durch Pölzung einer äußerst einsturzgefährdeten Mauer realisiert werden. Erst abschließend musste das Gebäude auf Anweisung des Übungs-Guides zu Übungszwecken komplett gepölzt werden.

Der zweite Halbzug war in die Gemeinde Bled in die Ortschaft Gorie ausgerückt und hatte dort in einem einsturzgefährdeten zweistöckigen Wohnhaus nach mehreren verletzten eingeschlossenen Personen zu suchen. Mehrere Zugänge durch Zwischenwände mussten geschaffen werden, um zu den vermissten Personen auch im Obergeschoss vorzudringen zu können.

Mittels Schleifkorbtragen konnten die vorgefundenen verletzten Personen aus dem ersten Stock abgeseilt werden. Zusätzlich wurde ein Fluchtweg für eine mögliche Evakuierung der Einsatzkräfte eingerichtet, um bei weiteren Erdstößen das Obergeschoß schnellstens verlassen zu können. Nach der Versorgung aller verletzten Personen wurde der zweite Teil des Zuges wieder auf das Areal der Berufsfeuerwehr in Krain verlegt.

Im Zuge dieser Übung konnten beiderseits wertvolle Erkenntnisse gesammelt und ausgetauscht werden. Bei der Abarbeitung der Übungsszenarien kamen die erlernten Kenntnisse und Erfahrungen aus vergangenen KAT-Übungen zu gute.

Diese Übung wurde sehr realitätsnah zu einem wahren Erdbebenereignis ausgerichtet, wo die Mannschaft ebenso in ein unbekanntes Gebiet mit einer unbekannten Schadenslage auf sich selbst gestellt, konfrontiert wird.

Ebenso spielte auch die slowenische Sprache keine große Rolle, man wusste sich immer sprachlich auszuhelfen. Im Anschluss an die Übung erfolgte noch eine abschließende Übungsbesprechung. Gegen 16:15 Uhr rückte der KAT Zug III wieder in Richtung Heimat ab und erreichte gegen 17:45 Uhr das Areal des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes, wo die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt wurde. An der Übung nahmen auch ABI DI Dr. Gerald Lichtenegger vom Landesfeuerwehrkommando Steiermark und Adolf Malle von der BH Klagenfurt-Land teil.

 

15.10.2016 – Abschnittsübung im Abschnitt Wörthersee

Am Samstag, den 15.10.2016 fand in der Gemeinde Krumpendorf die Abschnittsübung der Feuerwehren im nördlichen Bereich des Abschnittes Wörthersee statt.

Die Abschnittsübung bestand aus vier Phasen:

Phase 1:
Forstunfall mit eingeklemmter Person am Gletschertopf
FF Krumpendorf und FF Pritschitz

Phase 2:
Waldbrand im Bereich Pinz
FF Moosburg, FF Bärndorf-Stallhofen, FF Seigbichl und FF Pörtschach

Phase 3:
Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen und Brand
FF Töschling und FF Techelsberg

Phase 4:
Personenbergung am Pirkerkogel mittels MRAS-Trupps
FF Tigring, FF Krumpendorf, FF Pritschitz, FF Pörtschach

Die Feuerwehren im Nordbereich des Abschnittes wurden bei den Vorbereitungsarbeiten von den Feuerwehren Reifnitz, Keutschach, Techelweg und Schiefling am See unterstützt. Die Übungsleitung und Planung hatte der Abschnittsstab mit AFK DI Rudolf Berg und AFK-Stv. Mag. Ulrich Nemec an der Spitze inne. Auch Bürgermeisterin Hilde Gaggl und BFK OBR Gerfried Bürger mit Teilen des Bezirkseinsatzstabes wohnten der Übung bei.